Thursday, January 26. 2012

DRV Leitfaden zur Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen

Nach dem Schiffsunglück der Costa Concordia vor der Insel Giglio rückt das Thema Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen einmal mehr in den Fokus der öffentlichen Debatte. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) stellt diesbezüglich einen 15-seitigen Gesprächsleitfaden, basierend auf Informationsmaterial der Organisationen European Cruise Council (ECC) und Cruise Lines International Association (CLIA), zur Verfügung. In diesem Dokument wird ausführlich über Sicherheitsanforderungen für Kreuzfahrtschiffe und die Reisesicherheit bei Kreuzfahrten berichtet.

Im DRV-Gesprächsleitfaden werden häufig gestellte Fragen zur Sicherheit auf Kreuzfahrtschiffen beantwortet. Damit will der Deutsche ReiseVerband einen unterstützenden Beitrag zur Beantwortung von grundsätzlichen Fragen zur Kreuzfahrtsicherheit leisten. Wie ein Blick auf die Kreuzfahrtgeschichte zeigt, haben sich Hochseekreuzfahrten und Flussreisen gleichermaßen zu einem wichtigen Tourismusfaktor entwickelt. Da Schiffe und Anbieter hohen international geltenden Standards unterworfen sind, gehört die Kreuzfahrt laut DRV zu den sichersten Reiseformen.

Nach den jüngsten Lernerfahrungen hat ein neuer Prozess zur weiteren Riskikominimierung an Bord von Kreuzfahrtschiffen als gemeinsames Vorhaben der Cruise Lines International Association (CLIA), dem European Cruise Council (ECC), der Passenger Shipping Association (PSA), der International Maritime Organization (IMO) und dem Deutschen ReiseVerband (DRV) begonnen. Im kürzlich veröffentlichten Gesprächsleitfaden finden sich auch statistische Belege für das hohe Sicherheitsniveau bei Kreuzfahrten. So wird darauf verwiesen, dass die Kreuzfahrtbranche seit 2005 mit knapp 100 Millionen beförderten Passagieren nur 16 Todesfälle zu beklagen hatte.

Aktuell ist die Kreuzfahrtbranche mehr denn je sensibilisiert und arbeitet an allen Fronten an Lösungen, die etwaige Sicherheitsbedenken ausräumen. So haben zwei der bei deutschen Kreuzfahrern beliebte Reedereien, AIDA und TUI Cruises, angekündigt, dass ab sofort ein noch größerer Schwerpunkt auf Seenotrettungsübungen vor dem Auslaufen der Schiffe gelegt wird. Dies ist auch bei anderen renommierten Reedereien gängige Praxis und gehört zu den gesetzlichen Regelungen an die Kreuzfahrtveranstalter gebunden sind.

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